Ernährungstipps

Joghurt, Kefir & Co

selber machen

 

yogurt

Foto:aid

(aid) – Im Supermarkt ist die Vielfalt an Milchprodukten groß. Ganz einfach lassen sich

viele davon auch in der eigenen Küche zubereiten. Der Aufwand wird mit dem natürlichen Geschmack belohnt.

Fans von frisch gezogenem Kefir bestellen „Kefirknöllchen“ im Internet, die neben verschiedenen Milchsäurebakterien auch Hefekulturen enthalten. Sie bauen den Milchzucker zu Kohlensäure und etwas Alkohol um. Man nehme: Ein Einmachglas mit Kefirknöllchen und zimmerwarmer Milch. Gut verschließen und bei Raumtemperatur an einen lichtgeschützten Ort aufstellen. Achten Sie dabei auf Sauberkeit und Hygiene. Nach ein bis zwei Tagen gießt man das fermentierte Getränk durch ein Plastiksieb in einen zweiten Behälter. Fertig ist der prickelnd-schäumende Kefir. Die Kulturen werden abgespült und können wiederverwendet werden.

Noch einfacher gelingt eine Art Buttermilch: Frische lauwarme Milch wird in einer Schüssel mit zwei Esslöffeln Essig oder Zitronensaft verrührt. Bereits nach 15 Minuten ist die Mischung dickflüssiger geworden und wird in ein Glas gefüllt. Mit einem Mulltuch abgedeckt ist die selbst gemachte Buttermilch im Kühlschrank rund eine Woche haltbar.

Wer einmal selbst gemachten Joghurt probiert hat, schätzt den Unterschied zum gekauften Produkt. Ein Liter H-Milch wird auf rund 37 Grad Celsius erhitzt. Dann eine Messerspitze Milchsäurekulturen oder ein 200g-Becher Naturjogurt zugeben. Wenn Milch und Joghurt den gleichen Fettanteil haben, wird der Joghurt fester. Anschließend wird umgerührt und die Mischung in kleine Gläschen gefüllt, die in einem Joghurtbereiter für 5-11 Stunden warm gehalten werden. Es darf nicht wärmer als 45 Grad sein, da die Bakterien sonst absterben. Zudem sollten Erschütterungen vermieden werden, um die Milchsäuregärung nicht zu stören. Wer keinen Joghurtbereiter hat, kann den Backofen benutzen – auf 45 Grad aufheizen, die Gläschen in den Ofen stellen und den Ofen nach 15 Minuten abstellen.

Wenn der Joghurt fertig ist, kommt er in den Kühlschrank. Er lässt sich mit Saft, frischen Früchten oder etwas Honig aufpeppen. Besonders erfrischend schmeckt das türkische Joghurtgetränk Ayran. Dafür werden 400 ml Joghurt mit 200 ml kaltem Wasser und etwas Salz schaumig aufgeschlagen. Anschließend mit etwas Zitronensaft, Basilikum oder Kreuzkümmel abschmecken und eiskalt servieren.

Heike Kreutz, www.aid.de

 


 

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